Stairway to Heaven

24. August 2019 - 02:33:51
Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren. Haben Sie Ihre Aktivierungs E-Mail übersehen?


Stairway to Heaven » Lyrik » Teamwork (Moderator: Wolfsskin) » Ein-Satz-Kettengeschichte

Autor Thema: Ein-Satz-Kettengeschichte  (Gelesen 10558 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline Moonwater

  • Menschlein
  • *
  • Beiträge: 34
Re: Ein-Satz-Kettengeschichte
« Antwort #30 am: 28. August 2008 - 17:54:17 »
Die Straßenbahn war wieder überfüllt, zudem warm und stickig, als sich der Kerl vor mir an der Schlaufe festhielt und mir seine stinkende Achselhöhle präsentierte.
Am Liebsten wäre ich grad wieder ausgestiegen,wenn nicht diese netten Augen,die zu diesem netten Typen gehörten,den ich schon seit
Anfang der Woche in dieser Linie sah,mich angesehen hätten...
Auch wenn er noch so nett ist und ich ihn durch die rosarote Brille betrachte ...Igitt...um das erleben zu dürfen, muss ich nicht auch noch Eintritt bezahlen...der Typ hat wohl noch nichts von Deo gehört.
Als mir nun auch noch ein Schwall Mundgeruch ekeligster Sorte entgegen flog, war es um meine gute Kinderstube geschehen und auf seine Frage "Na Süße, hast Du Lust heute nachmittag mit mir einen Kaffee trinken zu gehen?" formten sich sogleich die verschiedensten Worte zu einer Antwort.
Doch bevor ich dazu kam,die Worte in die Freiheit zu entlassen,gab es plötzlich einen Ruck und die Straßenbahn kam zum Stehen.
Unvorbereitet über den plötzlichen Halt,stolperte ich über meine eigenen Einkaufstüten und strauchelte regelrecht durch die Straßenbahn und landete zu meinen großen Unglück auch noch direkt in seinen Armen.
Trotz der großen Hitze in der Bahn überzog mich eine kräftige Gänsehaut, die ganz bestimmt nicht von der freudigen Erwartung herrührte.
Da wischt mir dieser Typ mit den wuscheligen Haaren und stinkend wie eine Mülltonne doch tatsächlich mein klebendes Haar von der Stirn und lächelt mir aufmunternd zu.     
Mehr als ein "Danke" brachte ich nicht heraus, als ich hastig meine Einkäufe zusammen suchte.
"Keine Ursache !" lachte der Typ,"Meinen neuen Nachbarn helfe ich doch gerne !"
Hallo... kann mir mal jemand auf die Sprünge helfen? Diese Mischung aus Dampfwalze und Kulleraugen soll mein neuer Nachbar sein? ...ich kann´s nicht glauben.
"Woher wollen Sie denn wissen, wer ich bin und wo ich wohne?", fragte ich ihn nun verschmitzt und hielt die Taschen und mich an der Stange am Ausgang fest, als die Bahn wieder anfuhr. Eigentlich interessierte es mich nicht wirklich, es war sicherlich nur ein Scherz von diesem stinkenden Kerl mit den wunderschönen rehbraunen Augen, ich seufzte.
Warum nur,konnte ich Keinen finden,mit Augen braun wie diesen ,dem Aussehen von Brad Pitt,dem Geruch Wind und Meer und einer Stimme, die mich ihn täglich anrufen lässt, um sie zu hören..
Noch zwei Stationen und dann würde ich aussteigen, würde mir ein herrliches Abendessen kochen und dann mit meinem Buch, einem Rotwein bei Kerzenschein in meiner Badewanne verschwinden - es war Freitag.
Da war sie wieder diese Stimme, "Wat is nu Schätzeken? Gehen wir nun einen Kaffee trinken?", mir wurde ganz unangenehm, denn bei so einer Anmache rollen sich mir die Fußnägel auf.
Diese Augen passten nicht zu diesem Rest von Mann. Gelangweilt schaute ich aus dem Abteilfenster, und sah die schemenhaften Umrisse der Stadt vor mir liegen.
"Ich wusste es doch das Du dich nicht traust !" provozierend schauten mich die zwei rehbraunen Augen an.
Die Bahn bimmelte, hielt an meiner Haltestelle und ich wühlte schnell noch in meiner Einkaufstasche, an der Tür drehte ich mich noch mal um, drückte ihm das Deo in die Hand "Das brauchst Du eher als ich!" und zwinkerte ihm gehend noch mal zu. Sichtlich verdutzt schaute er mich an, aber bevor er noch etwas sagen konnte, schloss sich die Tür und die Bahn fuhr wieder an, ich war draußen. Es war hier draußen, trotz der Hitze, die am nachmittag noch herrschte, angenehm. Nicht so wie in der Stadt mit ihren stickigen Straßen und überfüllten Geschäften und Straßenbahnen, ich musste lächeln. Trotz seines unverschämten Benehmens und seinem Körpergeruch hatte der Typ etwas gehabt. Wenn er daran arbeitet, dann klappt´s vielleicht auch mit der Nachbarin, lachte ich in mich hinein. Der Feierabend ruft und ich will nur noch in meine grünen Oase.
Eilig räumte ich die Sachen in die Schränke ein,jetzt nur noch das Badewasser einlaufen lassen und auf Tauchstation gehen,wie sehr freute ich mich schon darauf !
Zum Essen war es eh zu warm heute, werde mir nachher wohl einen Salat zaubern, zum Glück habe ich immer für solche Notfälle etwas im Vorratsschrank.
Singend wirbelte ich gerade durch die Küche als es plötzlich zaghaft an der Türe klopfte.
Grummelnd stellte ich meinen Rotwein wieder auf den Kühlschrank und im Bad das Wasser ab, boahey, wer wagt es mich am Freitag Abend zu stören?
Den Bademantel zurecht zupfend schaute ich durch den Türspion und mir fiel die Kinnlade herunter.
Da stand doch tatsächlich meine heutige Begegnung der dritten Art vor der Türe, mit einem Strauß Blumen in der Hand.
Das ist aber doch jetzt ein Alptraum, dachte ich so bei mir, wollte einfach so tun als ob die Klingel nicht bis zu meinen Ohren vorgedrungen sei, als
ich es mir plötzlich und völlig ohne Grund anders überlegte.
Ich öffnete die Tür ein Stück weit und hatte mit einem mal nicht nur einen wunderschönen Sommerstrauß im Gesicht, sondern auch den Duft eines markant männlichen Herrenparfüms in der Nase.
In meinem Bademantel und mit den nassen Haaren,bin ich wohl kein so toller Anblick,kam mir so in den Sinn als diese Augen mich lächelnd musterten.
"Ich muss mich für mein Auftreten eben Entschuldigen,heute ist wohl nicht mein Tag,selbst im Sportcenter hatte ich Pech,daß gerade nach meinen Training ein Rohrbruch die Duschen lahmlegte."
 
Love & Light ,Moonwater.

 Qui amant, ipsi sibi somnia fingunt.....
(Die, die lieben, erdichten sich selbst die Träume.Vergil, Eclogae)

Offline Moonlight

  • Lichtwesen
  • ******
  • Beiträge: 1901
  • Kommentare sehr erwünscht!
    • moonlight-mona.repage8.de
Re: Ein-Satz-Kettengeschichte
« Antwort #31 am: 29. August 2008 - 11:54:52 »
Die Straßenbahn war wieder überfüllt, zudem warm und stickig, als sich der Kerl vor mir an der Schlaufe festhielt und mir seine stinkende Achselhöhle präsentierte.
Am Liebsten wäre ich grad wieder ausgestiegen,wenn nicht diese netten Augen,die zu diesem netten Typen gehörten,den ich schon seit
Anfang der Woche in dieser Linie sah,mich angesehen hätten...
Auch wenn er noch so nett ist und ich ihn durch die rosarote Brille betrachte ...Igitt...um das erleben zu dürfen, muss ich nicht auch noch Eintritt bezahlen...der Typ hat wohl noch nichts von Deo gehört.
Als mir nun auch noch ein Schwall Mundgeruch ekeligster Sorte entgegen flog, war es um meine gute Kinderstube geschehen und auf seine Frage "Na Süße, hast Du Lust heute nachmittag mit mir einen Kaffee trinken zu gehen?" formten sich sogleich die verschiedensten Worte zu einer Antwort.
Doch bevor ich dazu kam,die Worte in die Freiheit zu entlassen,gab es plötzlich einen Ruck und die Straßenbahn kam zum Stehen.
Unvorbereitet über den plötzlichen Halt,stolperte ich über meine eigenen Einkaufstüten und strauchelte regelrecht durch die Straßenbahn und landete zu meinen großen Unglück auch noch direkt in seinen Armen.
Trotz der großen Hitze in der Bahn überzog mich eine kräftige Gänsehaut, die ganz bestimmt nicht von der freudigen Erwartung herrührte.
Da wischt mir dieser Typ mit den wuscheligen Haaren und stinkend wie eine Mülltonne doch tatsächlich mein klebendes Haar von der Stirn und lächelt mir aufmunternd zu.     
Mehr als ein "Danke" brachte ich nicht heraus, als ich hastig meine Einkäufe zusammen suchte.
"Keine Ursache !" lachte der Typ,"Meinen neuen Nachbarn helfe ich doch gerne !"
Hallo... kann mir mal jemand auf die Sprünge helfen? Diese Mischung aus Dampfwalze und Kulleraugen soll mein neuer Nachbar sein? ...ich kann´s nicht glauben.
"Woher wollen Sie denn wissen, wer ich bin und wo ich wohne?", fragte ich ihn nun verschmitzt und hielt die Taschen und mich an der Stange am Ausgang fest, als die Bahn wieder anfuhr. Eigentlich interessierte es mich nicht wirklich, es war sicherlich nur ein Scherz von diesem stinkenden Kerl mit den wunderschönen rehbraunen Augen, ich seufzte.
Warum nur,konnte ich Keinen finden,mit Augen braun wie diesen ,dem Aussehen von Brad Pitt,dem Geruch Wind und Meer und einer Stimme, die mich ihn täglich anrufen lässt, um sie zu hören..
Noch zwei Stationen und dann würde ich aussteigen, würde mir ein herrliches Abendessen kochen und dann mit meinem Buch, einem Rotwein bei Kerzenschein in meiner Badewanne verschwinden - es war Freitag.
Da war sie wieder diese Stimme, "Wat is nu Schätzeken? Gehen wir nun einen Kaffee trinken?", mir wurde ganz unangenehm, denn bei so einer Anmache rollen sich mir die Fußnägel auf.
Diese Augen passten nicht zu diesem Rest von Mann. Gelangweilt schaute ich aus dem Abteilfenster, und sah die schemenhaften Umrisse der Stadt vor mir liegen.
"Ich wusste es doch das Du dich nicht traust !" provozierend schauten mich die zwei rehbraunen Augen an.
Die Bahn bimmelte, hielt an meiner Haltestelle und ich wühlte schnell noch in meiner Einkaufstasche, an der Tür drehte ich mich noch mal um, drückte ihm das Deo in die Hand "Das brauchst Du eher als ich!" und zwinkerte ihm gehend noch mal zu. Sichtlich verdutzt schaute er mich an, aber bevor er noch etwas sagen konnte, schloss sich die Tür und die Bahn fuhr wieder an, ich war draußen. Es war hier draußen, trotz der Hitze, die am nachmittag noch herrschte, angenehm. Nicht so wie in der Stadt mit ihren stickigen Straßen und überfüllten Geschäften und Straßenbahnen, ich musste lächeln. Trotz seines unverschämten Benehmens und seinem Körpergeruch hatte der Typ etwas gehabt. Wenn er daran arbeitet, dann klappt´s vielleicht auch mit der Nachbarin, lachte ich in mich hinein. Der Feierabend ruft und ich will nur noch in meine grünen Oase.
Eilig räumte ich die Sachen in die Schränke ein,jetzt nur noch das Badewasser einlaufen lassen und auf Tauchstation gehen,wie sehr freute ich mich schon darauf !
Zum Essen war es eh zu warm heute, werde mir nachher wohl einen Salat zaubern, zum Glück habe ich immer für solche Notfälle etwas im Vorratsschrank.
Singend wirbelte ich gerade durch die Küche als es plötzlich zaghaft an der Türe klopfte.
Grummelnd stellte ich meinen Rotwein wieder auf den Kühlschrank und im Bad das Wasser ab, boahey, wer wagt es mich am Freitag Abend zu stören?
Den Bademantel zurecht zupfend schaute ich durch den Türspion und mir fiel die Kinnlade herunter.
Da stand doch tatsächlich meine heutige Begegnung der dritten Art vor der Türe, mit einem Strauß Blumen in der Hand.
Das ist aber doch jetzt ein Alptraum, dachte ich so bei mir, wollte einfach so tun als ob die Klingel nicht bis zu meinen Ohren vorgedrungen sei, als
ich es mir plötzlich und völlig ohne Grund anders überlegte.
Ich öffnete die Tür ein Stück weit und hatte mit einem mal nicht nur einen wunderschönen Sommerstrauß im Gesicht, sondern auch den Duft eines markant männlichen Herrenparfüms in der Nase.
In meinem Bademantel und mit den nassen Haaren,bin ich wohl kein so toller Anblick,kam mir so in den Sinn als diese Augen mich lächelnd musterten.
"Ich muss mich für mein Auftreten eben Entschuldigen,heute ist wohl nicht mein Tag,selbst im Sportcenter hatte ich Pech,daß gerade nach meinen Training ein Rohrbruch die Duschen lahmlegte."
 Ich fühlte förmlich,wie sich die Röte über mein Gesicht schob,mein Gott,was mach jetzt nur?
Gib mir noch eine kleine Weile Zeit-
ich will die Dinge so wie keiner lieben.(J.W.v.Goethe)

Offline Wolfsskin

  • Warmes Licht des Forums
  • Administrator
  • aufgestiegener Meister
  • *****
  • Beiträge: 9436
  • Kritik ist ausdrücklich erwünscht!
    • Stairway-to-heaven.de
Re: Ein-Satz-Kettengeschichte
« Antwort #32 am: 30. August 2008 - 08:54:19 »
Huhu Leute,

muss mal einschreiten.
Mona, die Frau wollte erst noch in die Badewanne gehen, wurde gestört. Wie kommt sie an nasse Haare? Angstschweiß? ;D

 *ratlos

Wolfsskin *gruss

bin im Stress *arbeit2
Ihr seid nicht in euren Körper eingeschlossen,
noch an die Felder oder Häuser gebunden.
Das, was ihr seid, wohnt über dem Berg
und treibt mit dem Wind.

Khalil Gibran (1883 - 1931)

Offline Moonwater

  • Menschlein
  • *
  • Beiträge: 34
Re: Ein-Satz-Kettengeschichte
« Antwort #33 am: 30. August 2008 - 20:39:37 »
 *winke2 Bine !

Macht doch nix,lassen wir Sie halt schon vorher Pulla machen.....mal editieren ?  *dusche

Wünsche den Damen ein wuuuuuuundervolles , sonniges Wochenende ! *sonne3





 *kuss Moonwater.

Love & Light ,Moonwater.

 Qui amant, ipsi sibi somnia fingunt.....
(Die, die lieben, erdichten sich selbst die Träume.Vergil, Eclogae)

Offline Wolfsskin

  • Warmes Licht des Forums
  • Administrator
  • aufgestiegener Meister
  • *****
  • Beiträge: 9436
  • Kritik ist ausdrücklich erwünscht!
    • Stairway-to-heaven.de
Re: Ein-Satz-Kettengeschichte
« Antwort #34 am: 31. August 2008 - 08:29:28 »
Huhu Mondwasser,

schön *grillen gegrillt gestern?
Mona könnte das ja in das hier ändern, wenn sie mag *kopfkratz

In meinem Bademantel und mit den zusammengeknoteten Haaren,bin ich wohl kein so toller Anblick,kam mir so in den Sinn als diese Augen mich lächelnd musterten.

Mache gleich mal weiter.

Wünsche noch einen traumhaften Sonntag *sonnenstuhl

Wolfsskin *kaffee2
Ihr seid nicht in euren Körper eingeschlossen,
noch an die Felder oder Häuser gebunden.
Das, was ihr seid, wohnt über dem Berg
und treibt mit dem Wind.

Khalil Gibran (1883 - 1931)

Offline Wolfsskin

  • Warmes Licht des Forums
  • Administrator
  • aufgestiegener Meister
  • *****
  • Beiträge: 9436
  • Kritik ist ausdrücklich erwünscht!
    • Stairway-to-heaven.de
Re: Ein-Satz-Kettengeschichte
« Antwort #35 am: 31. August 2008 - 08:35:54 »

Die Straßenbahn war wieder überfüllt, zudem warm und stickig, als sich der Kerl vor mir an der Schlaufe festhielt und mir seine stinkende Achselhöhle präsentierte.
Am Liebsten wäre ich grad wieder ausgestiegen,wenn nicht diese netten Augen,die zu diesem netten Typen gehörten,den ich schon seit
Anfang der Woche in dieser Linie sah,mich angesehen hätten...
Auch wenn er noch so nett ist und ich ihn durch die rosarote Brille betrachte ...Igitt...um das erleben zu dürfen, muss ich nicht auch noch Eintritt bezahlen...der Typ hat wohl noch nichts von Deo gehört.
Als mir nun auch noch ein Schwall Mundgeruch ekeligster Sorte entgegen flog, war es um meine gute Kinderstube geschehen und auf seine Frage "Na Süße, hast Du Lust heute nachmittag mit mir einen Kaffee trinken zu gehen?" formten sich sogleich die verschiedensten Worte zu einer Antwort.
Doch bevor ich dazu kam,die Worte in die Freiheit zu entlassen,gab es plötzlich einen Ruck und die Straßenbahn kam zum Stehen.
Unvorbereitet über den plötzlichen Halt,stolperte ich über meine eigenen Einkaufstüten und strauchelte regelrecht durch die Straßenbahn und landete zu meinen großen Unglück auch noch direkt in seinen Armen.
Trotz der großen Hitze in der Bahn überzog mich eine kräftige Gänsehaut, die ganz bestimmt nicht von der freudigen Erwartung herrührte.
Da wischt mir dieser Typ mit den wuscheligen Haaren und stinkend wie eine Mülltonne doch tatsächlich mein klebendes Haar von der Stirn und lächelt mir aufmunternd zu.     
Mehr als ein "Danke" brachte ich nicht heraus, als ich hastig meine Einkäufe zusammen suchte.
"Keine Ursache !" lachte der Typ,"Meinen neuen Nachbarn helfe ich doch gerne !"
Hallo... kann mir mal jemand auf die Sprünge helfen? Diese Mischung aus Dampfwalze und Kulleraugen soll mein neuer Nachbar sein? ...ich kann´s nicht glauben.
"Woher wollen Sie denn wissen, wer ich bin und wo ich wohne?", fragte ich ihn nun verschmitzt und hielt die Taschen und mich an der Stange am Ausgang fest, als die Bahn wieder anfuhr. Eigentlich interessierte es mich nicht wirklich, es war sicherlich nur ein Scherz von diesem stinkenden Kerl mit den wunderschönen rehbraunen Augen, ich seufzte.
Warum nur,konnte ich Keinen finden,mit Augen braun wie diesen ,dem Aussehen von Brad Pitt,dem Geruch Wind und Meer und einer Stimme, die mich ihn täglich anrufen lässt, um sie zu hören..
Noch zwei Stationen und dann würde ich aussteigen, würde mir ein herrliches Abendessen kochen und dann mit meinem Buch, einem Rotwein bei Kerzenschein in meiner Badewanne verschwinden - es war Freitag.
Da war sie wieder diese Stimme, "Wat is nu Schätzeken? Gehen wir nun einen Kaffee trinken?", mir wurde ganz unangenehm, denn bei so einer Anmache rollen sich mir die Fußnägel auf.
Diese Augen passten nicht zu diesem Rest von Mann. Gelangweilt schaute ich aus dem Abteilfenster, und sah die schemenhaften Umrisse der Stadt vor mir liegen.
"Ich wusste es doch das Du dich nicht traust !" provozierend schauten mich die zwei rehbraunen Augen an.
Die Bahn bimmelte, hielt an meiner Haltestelle und ich wühlte schnell noch in meiner Einkaufstasche, an der Tür drehte ich mich noch mal um, drückte ihm das Deo in die Hand "Das brauchst Du eher als ich!" und zwinkerte ihm gehend noch mal zu. Sichtlich verdutzt schaute er mich an, aber bevor er noch etwas sagen konnte, schloss sich die Tür und die Bahn fuhr wieder an, ich war draußen. Es war hier draußen, trotz der Hitze, die am nachmittag noch herrschte, angenehm. Nicht so wie in der Stadt mit ihren stickigen Straßen und überfüllten Geschäften und Straßenbahnen, ich musste lächeln. Trotz seines unverschämten Benehmens und seinem Körpergeruch hatte der Typ etwas gehabt. Wenn er daran arbeitet, dann klappt´s vielleicht auch mit der Nachbarin, lachte ich in mich hinein. Der Feierabend ruft und ich will nur noch in meine grünen Oase.

Eilig räumte ich die Sachen in die Schränke ein,jetzt nur noch das Badewasser einlaufen lassen und auf Tauchstation gehen,wie sehr freute ich mich schon darauf !
Zum Essen war es eh zu warm heute, werde mir nachher wohl einen Salat zaubern, zum Glück habe ich immer für solche Notfälle etwas im Vorratsschrank.
Singend wirbelte ich gerade durch die Küche als es plötzlich zaghaft an der Türe klopfte.
Grummelnd stellte ich meinen Rotwein wieder auf den Kühlschrank und im Bad das Wasser ab, boahey, wer wagt es mich am Freitag Abend zu stören?
Den Bademantel zurecht zupfend schaute ich durch den Türspion und mir fiel die Kinnlade herunter.
Da stand doch tatsächlich meine heutige Begegnung der dritten Art vor der Türe, mit einem Strauß Blumen in der Hand.
Das ist aber doch jetzt ein Alptraum, dachte ich so bei mir, wollte einfach so tun als ob die Klingel nicht bis zu meinen Ohren vorgedrungen sei, als
ich es mir plötzlich und völlig ohne Grund anders überlegte.
Ich öffnete die Tür ein Stück weit und hatte mit einem mal nicht nur einen wunderschönen Sommerstrauß im Gesicht, sondern auch den Duft eines markant männlichen Herrenparfüms in der Nase.
In meinem Bademantel und mit den nassen Haaren,bin ich wohl kein so toller Anblick,kam mir so in den Sinn als diese Augen mich lächelnd musterten.
"Ich muss mich für mein Auftreten eben entschuldigen, heute ist wohl nicht mein Tag, selbst im Sportcenter hatte ich Pech, dass gerade nach meinen Training ein Rohrbruch die Duschen lahmlegte."
 Ich fühlte förmlich,wie sich die Röte über mein Gesicht schob,mein Gott,was mach jetzt nur?
"Dann haben Sie aber ein gesundes Selbstbewusstsein, dass sie dann auch noch müffelnd in der Bahn fremde Frauen mit Süße und Schätzeken anmachen", fiel prompt aus meinem Mund und ich grinste ihn keck an.
Ihr seid nicht in euren Körper eingeschlossen,
noch an die Felder oder Häuser gebunden.
Das, was ihr seid, wohnt über dem Berg
und treibt mit dem Wind.

Khalil Gibran (1883 - 1931)

Offline Moonwater

  • Menschlein
  • *
  • Beiträge: 34
Re: Ein-Satz-Kettengeschichte
« Antwort #36 am: 31. August 2008 - 21:47:29 »
Die Straßenbahn war wieder überfüllt, zudem warm und stickig, als sich der Kerl vor mir an der Schlaufe festhielt und mir seine stinkende Achselhöhle präsentierte.
Am Liebsten wäre ich grad wieder ausgestiegen,wenn nicht diese netten Augen,die zu diesem netten Typen gehörten,den ich schon seit
Anfang der Woche in dieser Linie sah,mich angesehen hätten...
Auch wenn er noch so nett ist und ich ihn durch die rosarote Brille betrachte ...Igitt...um das erleben zu dürfen, muss ich nicht auch noch Eintritt bezahlen...der Typ hat wohl noch nichts von Deo gehört.
Als mir nun auch noch ein Schwall Mundgeruch ekeligster Sorte entgegen flog, war es um meine gute Kinderstube geschehen und auf seine Frage "Na Süße, hast Du Lust heute nachmittag mit mir einen Kaffee trinken zu gehen?" formten sich sogleich die verschiedensten Worte zu einer Antwort.
Doch bevor ich dazu kam,die Worte in die Freiheit zu entlassen,gab es plötzlich einen Ruck und die Straßenbahn kam zum Stehen.
Unvorbereitet über den plötzlichen Halt,stolperte ich über meine eigenen Einkaufstüten und strauchelte regelrecht durch die Straßenbahn und landete zu meinen großen Unglück auch noch direkt in seinen Armen.
Trotz der großen Hitze in der Bahn überzog mich eine kräftige Gänsehaut, die ganz bestimmt nicht von der freudigen Erwartung herrührte.
Da wischt mir dieser Typ mit den wuscheligen Haaren und stinkend wie eine Mülltonne doch tatsächlich mein klebendes Haar von der Stirn und lächelt mir aufmunternd zu.     
Mehr als ein "Danke" brachte ich nicht heraus, als ich hastig meine Einkäufe zusammen suchte.
"Keine Ursache !" lachte der Typ,"Meinen neuen Nachbarn helfe ich doch gerne !"
Hallo... kann mir mal jemand auf die Sprünge helfen? Diese Mischung aus Dampfwalze und Kulleraugen soll mein neuer Nachbar sein? ...ich kann´s nicht glauben.
"Woher wollen Sie denn wissen, wer ich bin und wo ich wohne?", fragte ich ihn nun verschmitzt und hielt die Taschen und mich an der Stange am Ausgang fest, als die Bahn wieder anfuhr. Eigentlich interessierte es mich nicht wirklich, es war sicherlich nur ein Scherz von diesem stinkenden Kerl mit den wunderschönen rehbraunen Augen, ich seufzte.
Warum nur,konnte ich Keinen finden,mit Augen braun wie diesen ,dem Aussehen von Brad Pitt,dem Geruch Wind und Meer und einer Stimme, die mich ihn täglich anrufen lässt, um sie zu hören..
Noch zwei Stationen und dann würde ich aussteigen, würde mir ein herrliches Abendessen kochen und dann mit meinem Buch, einem Rotwein bei Kerzenschein in meiner Badewanne verschwinden - es war Freitag.
Da war sie wieder diese Stimme, "Wat is nu Schätzeken? Gehen wir nun einen Kaffee trinken?", mir wurde ganz unangenehm, denn bei so einer Anmache rollen sich mir die Fußnägel auf.
Diese Augen passten nicht zu diesem Rest von Mann. Gelangweilt schaute ich aus dem Abteilfenster, und sah die schemenhaften Umrisse der Stadt vor mir liegen.
"Ich wusste es doch das Du dich nicht traust !" provozierend schauten mich die zwei rehbraunen Augen an.
Die Bahn bimmelte, hielt an meiner Haltestelle und ich wühlte schnell noch in meiner Einkaufstasche, an der Tür drehte ich mich noch mal um, drückte ihm das Deo in die Hand "Das brauchst Du eher als ich!" und zwinkerte ihm gehend noch mal zu. Sichtlich verdutzt schaute er mich an, aber bevor er noch etwas sagen konnte, schloss sich die Tür und die Bahn fuhr wieder an, ich war draußen. Es war hier draußen, trotz der Hitze, die am nachmittag noch herrschte, angenehm. Nicht so wie in der Stadt mit ihren stickigen Straßen und überfüllten Geschäften und Straßenbahnen, ich musste lächeln. Trotz seines unverschämten Benehmens und seinem Körpergeruch hatte der Typ etwas gehabt. Wenn er daran arbeitet, dann klappt´s vielleicht auch mit der Nachbarin, lachte ich in mich hinein. Der Feierabend ruft und ich will nur noch in meine grünen Oase.

Eilig räumte ich die Sachen in die Schränke ein,jetzt nur noch das Badewasser einlaufen lassen und auf Tauchstation gehen,wie sehr freute ich mich schon darauf !
Zum Essen war es eh zu warm heute, werde mir nachher wohl einen Salat zaubern, zum Glück habe ich immer für solche Notfälle etwas im Vorratsschrank.
Singend wirbelte ich gerade durch die Küche als es plötzlich zaghaft an der Türe klopfte.
Grummelnd stellte ich meinen Rotwein wieder auf den Kühlschrank und im Bad das Wasser ab, boahey, wer wagt es mich am Freitag Abend zu stören?
Den Bademantel zurecht zupfend schaute ich durch den Türspion und mir fiel die Kinnlade herunter.
Da stand doch tatsächlich meine heutige Begegnung der dritten Art vor der Türe, mit einem Strauß Blumen in der Hand.
Das ist aber doch jetzt ein Alptraum, dachte ich so bei mir, wollte einfach so tun als ob die Klingel nicht bis zu meinen Ohren vorgedrungen sei, als
ich es mir plötzlich und völlig ohne Grund anders überlegte.
Ich öffnete die Tür ein Stück weit und hatte mit einem mal nicht nur einen wunderschönen Sommerstrauß im Gesicht, sondern auch den Duft eines markant männlichen Herrenparfüms in der Nase.
In meinem Bademantel und mit den nassen Haaren,bin ich wohl kein so toller Anblick,kam mir so in den Sinn als diese Augen mich lächelnd musterten.
"Ich muss mich für mein Auftreten eben entschuldigen, heute ist wohl nicht mein Tag, selbst im Sportcenter hatte ich Pech, dass gerade nach meinen Training ein Rohrbruch die Duschen lahmlegte."
 Ich fühlte förmlich,wie sich die Röte über mein Gesicht schob,mein Gott,was mach jetzt nur?
"Dann haben Sie aber ein gesundes Selbstbewusstsein, dass sie dann auch noch müffelnd in der Bahn fremde Frauen mit Süße und Schätzeken anmachen", fiel prompt aus meinem Mund und ich grinste ihn keck an.
Die Schamesröte schoss geradezu in sein Gesicht,irgendtwie schien er im Augenblick keine vernünftige Antwort parat zu haben.
Love & Light ,Moonwater.

 Qui amant, ipsi sibi somnia fingunt.....
(Die, die lieben, erdichten sich selbst die Träume.Vergil, Eclogae)

Offline Moonwater

  • Menschlein
  • *
  • Beiträge: 34
Re: Ein-Satz-Kettengeschichte
« Antwort #37 am: 31. August 2008 - 21:57:51 »
 *winke2 Bine !

Samstag war wieder der "Ich -schneide-den-Rasen -bei-meiner -Mutter-und -anschließend-bei -mir-Tag"

Insgesamt so 3,5 Stunden. *schwitz

Gut das ich das fertig habe,im Augenblick geht hier gerade ein mächtiges Gewitter vom feinsten ab... *regen3

Gibt wieder jede Menge  *arbeit2 die Woche,aber egal....Show must go on.. *arbeit

Stressfreie Woche wünsche ich !  *kuss


LG,Volker
Love & Light ,Moonwater.

 Qui amant, ipsi sibi somnia fingunt.....
(Die, die lieben, erdichten sich selbst die Träume.Vergil, Eclogae)

Offline Wolfsskin

  • Warmes Licht des Forums
  • Administrator
  • aufgestiegener Meister
  • *****
  • Beiträge: 9436
  • Kritik ist ausdrücklich erwünscht!
    • Stairway-to-heaven.de
Re: Ein-Satz-Kettengeschichte
« Antwort #38 am: 01. September 2008 - 07:54:44 »
Huhu Volker,

hier kam erst am frühen Morgen etwas Regen runter.
Ob die Woche stressig wird, kann ich noch nicht sagen, muss gleich zum Arzt,
glaube, ich hab mir gestern Abend schon wieder den kleinen Zeh gebrochen, diesmal ganz oben. ::)
Also erst mal der Schuh-und Autofahrtest und dann entscheidet sich der Verlauf der Woche *sehen

Lass Dich nicht stressen und mein Rasen warten auch noch

Bis später mal *sonne3

Liebe Grüße

Wolfsskin
Ihr seid nicht in euren Körper eingeschlossen,
noch an die Felder oder Häuser gebunden.
Das, was ihr seid, wohnt über dem Berg
und treibt mit dem Wind.

Khalil Gibran (1883 - 1931)

Offline Wolfsskin

  • Warmes Licht des Forums
  • Administrator
  • aufgestiegener Meister
  • *****
  • Beiträge: 9436
  • Kritik ist ausdrücklich erwünscht!
    • Stairway-to-heaven.de
Re: Ein-Satz-Kettengeschichte
« Antwort #39 am: 01. September 2008 - 08:23:15 »

Die Straßenbahn war wieder überfüllt, zudem warm und stickig, als sich der Kerl vor mir an der Schlaufe festhielt und mir seine stinkende Achselhöhle präsentierte.
Am Liebsten wäre ich grad wieder ausgestiegen,wenn nicht diese netten Augen,die zu diesem netten Typen gehörten,den ich schon seit
Anfang der Woche in dieser Linie sah,mich angesehen hätten...
Auch wenn er noch so nett ist und ich ihn durch die rosarote Brille betrachte ...Igitt...um das erleben zu dürfen, muss ich nicht auch noch Eintritt bezahlen...der Typ hat wohl noch nichts von Deo gehört.
Als mir nun auch noch ein Schwall Mundgeruch ekeligster Sorte entgegen flog, war es um meine gute Kinderstube geschehen und auf seine Frage "Na Süße, hast Du Lust heute nachmittag mit mir einen Kaffee trinken zu gehen?" formten sich sogleich die verschiedensten Worte zu einer Antwort.
Doch bevor ich dazu kam,die Worte in die Freiheit zu entlassen,gab es plötzlich einen Ruck und die Straßenbahn kam zum Stehen.
Unvorbereitet über den plötzlichen Halt,stolperte ich über meine eigenen Einkaufstüten und strauchelte regelrecht durch die Straßenbahn und landete zu meinen großen Unglück auch noch direkt in seinen Armen.
Trotz der großen Hitze in der Bahn überzog mich eine kräftige Gänsehaut, die ganz bestimmt nicht von der freudigen Erwartung herrührte.
Da wischt mir dieser Typ mit den wuscheligen Haaren und stinkend wie eine Mülltonne doch tatsächlich mein klebendes Haar von der Stirn und lächelt mir aufmunternd zu.     
Mehr als ein "Danke" brachte ich nicht heraus, als ich hastig meine Einkäufe zusammen suchte.
"Keine Ursache !" lachte der Typ,"Meinen neuen Nachbarn helfe ich doch gerne !"
Hallo... kann mir mal jemand auf die Sprünge helfen? Diese Mischung aus Dampfwalze und Kulleraugen soll mein neuer Nachbar sein? ...ich kann´s nicht glauben.
"Woher wollen Sie denn wissen, wer ich bin und wo ich wohne?", fragte ich ihn nun verschmitzt und hielt die Taschen und mich an der Stange am Ausgang fest, als die Bahn wieder anfuhr. Eigentlich interessierte es mich nicht wirklich, es war sicherlich nur ein Scherz von diesem stinkenden Kerl mit den wunderschönen rehbraunen Augen, ich seufzte.
Warum nur,konnte ich Keinen finden,mit Augen braun wie diesen ,dem Aussehen von Brad Pitt,dem Geruch Wind und Meer und einer Stimme, die mich ihn täglich anrufen lässt, um sie zu hören..
Noch zwei Stationen und dann würde ich aussteigen, würde mir ein herrliches Abendessen kochen und dann mit meinem Buch, einem Rotwein bei Kerzenschein in meiner Badewanne verschwinden - es war Freitag.
Da war sie wieder diese Stimme, "Wat is nu Schätzeken? Gehen wir nun einen Kaffee trinken?", mir wurde ganz unangenehm, denn bei so einer Anmache rollen sich mir die Fußnägel auf.
Diese Augen passten nicht zu diesem Rest von Mann. Gelangweilt schaute ich aus dem Abteilfenster, und sah die schemenhaften Umrisse der Stadt vor mir liegen.
"Ich wusste es doch das Du dich nicht traust !" provozierend schauten mich die zwei rehbraunen Augen an.
Die Bahn bimmelte, hielt an meiner Haltestelle und ich wühlte schnell noch in meiner Einkaufstasche, an der Tür drehte ich mich noch mal um, drückte ihm das Deo in die Hand "Das brauchst Du eher als ich!" und zwinkerte ihm gehend noch mal zu. Sichtlich verdutzt schaute er mich an, aber bevor er noch etwas sagen konnte, schloss sich die Tür und die Bahn fuhr wieder an, ich war draußen. Es war hier draußen, trotz der Hitze, die am nachmittag noch herrschte, angenehm. Nicht so wie in der Stadt mit ihren stickigen Straßen und überfüllten Geschäften und Straßenbahnen, ich musste lächeln. Trotz seines unverschämten Benehmens und seinem Körpergeruch hatte der Typ etwas gehabt. Wenn er daran arbeitet, dann klappt´s vielleicht auch mit der Nachbarin, lachte ich in mich hinein. Der Feierabend ruft und ich will nur noch in meine grünen Oase.

Eilig räumte ich die Sachen in die Schränke ein,jetzt nur noch das Badewasser einlaufen lassen und auf Tauchstation gehen,wie sehr freute ich mich schon darauf !
Zum Essen war es eh zu warm heute, werde mir nachher wohl einen Salat zaubern, zum Glück habe ich immer für solche Notfälle etwas im Vorratsschrank.
Singend wirbelte ich gerade durch die Küche als es plötzlich zaghaft an der Türe klopfte.
Grummelnd stellte ich meinen Rotwein wieder auf den Kühlschrank und im Bad das Wasser ab, boahey, wer wagt es mich am Freitag Abend zu stören?
Den Bademantel zurecht zupfend schaute ich durch den Türspion und mir fiel die Kinnlade herunter.
Da stand doch tatsächlich meine heutige Begegnung der dritten Art vor der Türe, mit einem Strauß Blumen in der Hand.
Das ist aber doch jetzt ein Alptraum, dachte ich so bei mir, wollte einfach so tun als ob die Klingel nicht bis zu meinen Ohren vorgedrungen sei, als
ich es mir plötzlich und völlig ohne Grund anders überlegte.
Ich öffnete die Tür ein Stück weit und hatte mit einem mal nicht nur einen wunderschönen Sommerstrauß im Gesicht, sondern auch den Duft eines markant männlichen Herrenparfüms in der Nase.
In meinem Bademantel und mit den nassen Haaren,bin ich wohl kein so toller Anblick,kam mir so in den Sinn als diese Augen mich lächelnd musterten.
"Ich muss mich für mein Auftreten eben entschuldigen, heute ist wohl nicht mein Tag, selbst im Sportcenter hatte ich Pech, dass gerade nach meinen Training ein Rohrbruch die Duschen lahmlegte."
 Ich fühlte förmlich,wie sich die Röte über mein Gesicht schob,mein Gott,was mach jetzt nur?
"Dann haben Sie aber ein gesundes Selbstbewusstsein, dass sie dann auch noch müffelnd in der Bahn fremde Frauen mit Süße und Schätzeken anmachen", fiel prompt aus meinem Mund und ich grinste ihn keck an.
Die Schamesröte schoss geradezu in sein Gesicht ,irgendwie schien er im Augenblick keine vernünftige Antwort parat zu haben.
Dann kam ein kleiner Rettungsanker in seine Sprachlosigkeit und er schob ihr den Strauß Sommerblumen hin, "Genau, und für all das wollte ich mich entschuldigen, ich bin sonst gar nicht so".

Ihr seid nicht in euren Körper eingeschlossen,
noch an die Felder oder Häuser gebunden.
Das, was ihr seid, wohnt über dem Berg
und treibt mit dem Wind.

Khalil Gibran (1883 - 1931)

Offline Moonwater

  • Menschlein
  • *
  • Beiträge: 34
Re: Ein-Satz-Kettengeschichte
« Antwort #40 am: 03. September 2008 - 22:21:05 »


Die Straßenbahn war wieder überfüllt, zudem warm und stickig, als sich der Kerl vor mir an der Schlaufe festhielt und mir seine stinkende Achselhöhle präsentierte.
Am Liebsten wäre ich grad wieder ausgestiegen,wenn nicht diese netten Augen,die zu diesem netten Typen gehörten,den ich schon seit
Anfang der Woche in dieser Linie sah,mich angesehen hätten...
Auch wenn er noch so nett ist und ich ihn durch die rosarote Brille betrachte ...Igitt...um das erleben zu dürfen, muss ich nicht auch noch Eintritt bezahlen...der Typ hat wohl noch nichts von Deo gehört.
Als mir nun auch noch ein Schwall Mundgeruch ekeligster Sorte entgegen flog, war es um meine gute Kinderstube geschehen und auf seine Frage "Na Süße, hast Du Lust heute nachmittag mit mir einen Kaffee trinken zu gehen?" formten sich sogleich die verschiedensten Worte zu einer Antwort.
Doch bevor ich dazu kam,die Worte in die Freiheit zu entlassen,gab es plötzlich einen Ruck und die Straßenbahn kam zum Stehen.
Unvorbereitet über den plötzlichen Halt,stolperte ich über meine eigenen Einkaufstüten und strauchelte regelrecht durch die Straßenbahn und landete zu meinen großen Unglück auch noch direkt in seinen Armen.
Trotz der großen Hitze in der Bahn überzog mich eine kräftige Gänsehaut, die ganz bestimmt nicht von der freudigen Erwartung herrührte.
Da wischt mir dieser Typ mit den wuscheligen Haaren und stinkend wie eine Mülltonne doch tatsächlich mein klebendes Haar von der Stirn und lächelt mir aufmunternd zu.     
Mehr als ein "Danke" brachte ich nicht heraus, als ich hastig meine Einkäufe zusammen suchte.
"Keine Ursache !" lachte der Typ,"Meinen neuen Nachbarn helfe ich doch gerne !"
Hallo... kann mir mal jemand auf die Sprünge helfen? Diese Mischung aus Dampfwalze und Kulleraugen soll mein neuer Nachbar sein? ...ich kann´s nicht glauben.
"Woher wollen Sie denn wissen, wer ich bin und wo ich wohne?", fragte ich ihn nun verschmitzt und hielt die Taschen und mich an der Stange am Ausgang fest, als die Bahn wieder anfuhr. Eigentlich interessierte es mich nicht wirklich, es war sicherlich nur ein Scherz von diesem stinkenden Kerl mit den wunderschönen rehbraunen Augen, ich seufzte.
Warum nur,konnte ich Keinen finden,mit Augen braun wie diesen ,dem Aussehen von Brad Pitt,dem Geruch Wind und Meer und einer Stimme, die mich ihn täglich anrufen lässt, um sie zu hören..
Noch zwei Stationen und dann würde ich aussteigen, würde mir ein herrliches Abendessen kochen und dann mit meinem Buch, einem Rotwein bei Kerzenschein in meiner Badewanne verschwinden - es war Freitag.
Da war sie wieder diese Stimme, "Wat is nu Schätzeken? Gehen wir nun einen Kaffee trinken?", mir wurde ganz unangenehm, denn bei so einer Anmache rollen sich mir die Fußnägel auf.
Diese Augen passten nicht zu diesem Rest von Mann. Gelangweilt schaute ich aus dem Abteilfenster, und sah die schemenhaften Umrisse der Stadt vor mir liegen.
"Ich wusste es doch das Du dich nicht traust !" provozierend schauten mich die zwei rehbraunen Augen an.
Die Bahn bimmelte, hielt an meiner Haltestelle und ich wühlte schnell noch in meiner Einkaufstasche, an der Tür drehte ich mich noch mal um, drückte ihm das Deo in die Hand "Das brauchst Du eher als ich!" und zwinkerte ihm gehend noch mal zu. Sichtlich verdutzt schaute er mich an, aber bevor er noch etwas sagen konnte, schloss sich die Tür und die Bahn fuhr wieder an, ich war draußen. Es war hier draußen, trotz der Hitze, die am nachmittag noch herrschte, angenehm. Nicht so wie in der Stadt mit ihren stickigen Straßen und überfüllten Geschäften und Straßenbahnen, ich musste lächeln. Trotz seines unverschämten Benehmens und seinem Körpergeruch hatte der Typ etwas gehabt. Wenn er daran arbeitet, dann klappt´s vielleicht auch mit der Nachbarin, lachte ich in mich hinein. Der Feierabend ruft und ich will nur noch in meine grünen Oase.

Eilig räumte ich die Sachen in die Schränke ein,jetzt nur noch das Badewasser einlaufen lassen und auf Tauchstation gehen,wie sehr freute ich mich schon darauf !
Zum Essen war es eh zu warm heute, werde mir nachher wohl einen Salat zaubern, zum Glück habe ich immer für solche Notfälle etwas im Vorratsschrank.
Singend wirbelte ich gerade durch die Küche als es plötzlich zaghaft an der Türe klopfte.
Grummelnd stellte ich meinen Rotwein wieder auf den Kühlschrank und im Bad das Wasser ab, boahey, wer wagt es mich am Freitag Abend zu stören?
Den Bademantel zurecht zupfend schaute ich durch den Türspion und mir fiel die Kinnlade herunter.
Da stand doch tatsächlich meine heutige Begegnung der dritten Art vor der Türe, mit einem Strauß Blumen in der Hand.
Das ist aber doch jetzt ein Alptraum, dachte ich so bei mir, wollte einfach so tun als ob die Klingel nicht bis zu meinen Ohren vorgedrungen sei, als
ich es mir plötzlich und völlig ohne Grund anders überlegte.
Ich öffnete die Tür ein Stück weit und hatte mit einem mal nicht nur einen wunderschönen Sommerstrauß im Gesicht, sondern auch den Duft eines markant männlichen Herrenparfüms in der Nase.
In meinem Bademantel und mit den nassen Haaren,bin ich wohl kein so toller Anblick,kam mir so in den Sinn als diese Augen mich lächelnd musterten.
"Ich muss mich für mein Auftreten eben entschuldigen, heute ist wohl nicht mein Tag, selbst im Sportcenter hatte ich Pech, dass gerade nach meinen Training ein Rohrbruch die Duschen lahmlegte."
 Ich fühlte förmlich,wie sich die Röte über mein Gesicht schob,mein Gott,was mach jetzt nur?
"Dann haben Sie aber ein gesundes Selbstbewusstsein, dass sie dann auch noch müffelnd in der Bahn fremde Frauen mit Süße und Schätzeken anmachen", fiel prompt aus meinem Mund und ich grinste ihn keck an.
Die Schamesröte schoss geradezu in sein Gesicht ,irgendwie schien er im Augenblick keine vernünftige Antwort parat zu haben.
Dann kam ein kleiner Rettungsanker in seine Sprachlosigkeit und er schob ihr den Strauß Sommerblumen hin, "Genau, und für all das wollte ich mich entschuldigen, ich bin sonst gar nicht so".
Ich mußte unwillkürlich lachen, wie er so da stand wie ein kleiner Junge der sich für seine Streiche entschuldigen will.
Love & Light ,Moonwater.

 Qui amant, ipsi sibi somnia fingunt.....
(Die, die lieben, erdichten sich selbst die Träume.Vergil, Eclogae)

Offline Wolfsskin

  • Warmes Licht des Forums
  • Administrator
  • aufgestiegener Meister
  • *****
  • Beiträge: 9436
  • Kritik ist ausdrücklich erwünscht!
    • Stairway-to-heaven.de
Re: Ein-Satz-Kettengeschichte
« Antwort #41 am: 04. September 2008 - 08:26:35 »



Die Straßenbahn war wieder überfüllt, zudem warm und stickig, als sich der Kerl vor mir an der Schlaufe festhielt und mir seine stinkende Achselhöhle präsentierte.
Am Liebsten wäre ich grad wieder ausgestiegen,wenn nicht diese netten Augen,die zu diesem netten Typen gehörten,den ich schon seit
Anfang der Woche in dieser Linie sah,mich angesehen hätten...
Auch wenn er noch so nett ist und ich ihn durch die rosarote Brille betrachte ...Igitt...um das erleben zu dürfen, muss ich nicht auch noch Eintritt bezahlen...der Typ hat wohl noch nichts von Deo gehört.
Als mir nun auch noch ein Schwall Mundgeruch ekeligster Sorte entgegen flog, war es um meine gute Kinderstube geschehen und auf seine Frage "Na Süße, hast Du Lust heute nachmittag mit mir einen Kaffee trinken zu gehen?" formten sich sogleich die verschiedensten Worte zu einer Antwort.
Doch bevor ich dazu kam,die Worte in die Freiheit zu entlassen,gab es plötzlich einen Ruck und die Straßenbahn kam zum Stehen.
Unvorbereitet über den plötzlichen Halt,stolperte ich über meine eigenen Einkaufstüten und strauchelte regelrecht durch die Straßenbahn und landete zu meinen großen Unglück auch noch direkt in seinen Armen.
Trotz der großen Hitze in der Bahn überzog mich eine kräftige Gänsehaut, die ganz bestimmt nicht von der freudigen Erwartung herrührte.
Da wischt mir dieser Typ mit den wuscheligen Haaren und stinkend wie eine Mülltonne doch tatsächlich mein klebendes Haar von der Stirn und lächelt mir aufmunternd zu.     
Mehr als ein "Danke" brachte ich nicht heraus, als ich hastig meine Einkäufe zusammen suchte.
"Keine Ursache !" lachte der Typ,"Meinen neuen Nachbarn helfe ich doch gerne !"
Hallo... kann mir mal jemand auf die Sprünge helfen? Diese Mischung aus Dampfwalze und Kulleraugen soll mein neuer Nachbar sein? ...ich kann´s nicht glauben.
"Woher wollen Sie denn wissen, wer ich bin und wo ich wohne?", fragte ich ihn nun verschmitzt und hielt die Taschen und mich an der Stange am Ausgang fest, als die Bahn wieder anfuhr. Eigentlich interessierte es mich nicht wirklich, es war sicherlich nur ein Scherz von diesem stinkenden Kerl mit den wunderschönen rehbraunen Augen, ich seufzte.
Warum nur,konnte ich Keinen finden,mit Augen braun wie diesen ,dem Aussehen von Brad Pitt,dem Geruch Wind und Meer und einer Stimme, die mich ihn täglich anrufen lässt, um sie zu hören..
Noch zwei Stationen und dann würde ich aussteigen, würde mir ein herrliches Abendessen kochen und dann mit meinem Buch, einem Rotwein bei Kerzenschein in meiner Badewanne verschwinden - es war Freitag.
Da war sie wieder diese Stimme, "Wat is nu Schätzeken? Gehen wir nun einen Kaffee trinken?", mir wurde ganz unangenehm, denn bei so einer Anmache rollen sich mir die Fußnägel auf.
Diese Augen passten nicht zu diesem Rest von Mann. Gelangweilt schaute ich aus dem Abteilfenster, und sah die schemenhaften Umrisse der Stadt vor mir liegen.
"Ich wusste es doch das Du dich nicht traust !" provozierend schauten mich die zwei rehbraunen Augen an.
Die Bahn bimmelte, hielt an meiner Haltestelle und ich wühlte schnell noch in meiner Einkaufstasche, an der Tür drehte ich mich noch mal um, drückte ihm das Deo in die Hand "Das brauchst Du eher als ich!" und zwinkerte ihm gehend noch mal zu. Sichtlich verdutzt schaute er mich an, aber bevor er noch etwas sagen konnte, schloss sich die Tür und die Bahn fuhr wieder an, ich war draußen. Es war hier draußen, trotz der Hitze, die am nachmittag noch herrschte, angenehm. Nicht so wie in der Stadt mit ihren stickigen Straßen und überfüllten Geschäften und Straßenbahnen, ich musste lächeln. Trotz seines unverschämten Benehmens und seinem Körpergeruch hatte der Typ etwas gehabt. Wenn er daran arbeitet, dann klappt´s vielleicht auch mit der Nachbarin, lachte ich in mich hinein. Der Feierabend ruft und ich will nur noch in meine grünen Oase.

Eilig räumte ich die Sachen in die Schränke ein,jetzt nur noch das Badewasser einlaufen lassen und auf Tauchstation gehen,wie sehr freute ich mich schon darauf !
Zum Essen war es eh zu warm heute, werde mir nachher wohl einen Salat zaubern, zum Glück habe ich immer für solche Notfälle etwas im Vorratsschrank.
Singend wirbelte ich gerade durch die Küche als es plötzlich zaghaft an der Türe klopfte.
Grummelnd stellte ich meinen Rotwein wieder auf den Kühlschrank und im Bad das Wasser ab, boahey, wer wagt es mich am Freitag Abend zu stören?
Den Bademantel zurecht zupfend schaute ich durch den Türspion und mir fiel die Kinnlade herunter.
Da stand doch tatsächlich meine heutige Begegnung der dritten Art vor der Türe, mit einem Strauß Blumen in der Hand.
Das ist aber doch jetzt ein Alptraum, dachte ich so bei mir, wollte einfach so tun als ob die Klingel nicht bis zu meinen Ohren vorgedrungen sei, als
ich es mir plötzlich und völlig ohne Grund anders überlegte.
Ich öffnete die Tür ein Stück weit und hatte mit einem mal nicht nur einen wunderschönen Sommerstrauß im Gesicht, sondern auch den Duft eines markant männlichen Herrenparfüms in der Nase.
In meinem Bademantel und mit den aufgeknoteten Haaren,bin ich wohl kein so toller Anblick,kam mir so in den Sinn als diese Augen mich lächelnd musterten.
"Ich muss mich für mein Auftreten eben entschuldigen, heute ist wohl nicht mein Tag, selbst im Sportcenter hatte ich Pech, dass gerade nach meinen Training ein Rohrbruch die Duschen lahmlegte."
 Ich fühlte förmlich,wie sich die Röte über mein Gesicht schob,mein Gott,was mach jetzt nur?
"Dann haben Sie aber ein gesundes Selbstbewusstsein, dass sie dann auch noch müffelnd in der Bahn fremde Frauen mit Süße und Schätzeken anmachen", fiel prompt aus meinem Mund und ich grinste ihn keck an.
Die Schamesröte schoss geradezu in sein Gesicht ,irgendwie schien er im Augenblick keine vernünftige Antwort parat zu haben.
Dann kam ein kleiner Rettungsanker in seine Sprachlosigkeit und er schob ihr den Strauß Sommerblumen hin, "Genau, und für all das wollte ich mich entschuldigen, ich bin sonst gar nicht so".
Ich musste unwillkürlich lachen, wie er so da stand wie ein kleiner Junge, der sich für seine Streiche entschuldigen will.
Er trug eine Jeans und ein schwarzes T-Shirt, hatte er nicht in der Bahn noch Baumwollhosen und ein weißes Poloshirt getragen?

Ihr seid nicht in euren Körper eingeschlossen,
noch an die Felder oder Häuser gebunden.
Das, was ihr seid, wohnt über dem Berg
und treibt mit dem Wind.

Khalil Gibran (1883 - 1931)

Offline Moonwater

  • Menschlein
  • *
  • Beiträge: 34
Re: Ein-Satz-Kettengeschichte
« Antwort #42 am: 10. September 2008 - 21:57:13 »
Die Straßenbahn war wieder überfüllt, zudem warm und stickig, als sich der Kerl vor mir an der Schlaufe festhielt und mir seine stinkende Achselhöhle präsentierte.
Am Liebsten wäre ich grad wieder ausgestiegen,wenn nicht diese netten Augen,die zu diesem netten Typen gehörten,den ich schon seit
Anfang der Woche in dieser Linie sah,mich angesehen hätten...
Auch wenn er noch so nett ist und ich ihn durch die rosarote Brille betrachte ...Igitt...um das erleben zu dürfen, muss ich nicht auch noch Eintritt bezahlen...der Typ hat wohl noch nichts von Deo gehört.
Als mir nun auch noch ein Schwall Mundgeruch ekeligster Sorte entgegen flog, war es um meine gute Kinderstube geschehen und auf seine Frage "Na Süße, hast Du Lust heute nachmittag mit mir einen Kaffee trinken zu gehen?" formten sich sogleich die verschiedensten Worte zu einer Antwort.
Doch bevor ich dazu kam,die Worte in die Freiheit zu entlassen,gab es plötzlich einen Ruck und die Straßenbahn kam zum Stehen.
Unvorbereitet über den plötzlichen Halt,stolperte ich über meine eigenen Einkaufstüten und strauchelte regelrecht durch die Straßenbahn und landete zu meinen großen Unglück auch noch direkt in seinen Armen.
Trotz der großen Hitze in der Bahn überzog mich eine kräftige Gänsehaut, die ganz bestimmt nicht von der freudigen Erwartung herrührte.
Da wischt mir dieser Typ mit den wuscheligen Haaren und stinkend wie eine Mülltonne doch tatsächlich mein klebendes Haar von der Stirn und lächelt mir aufmunternd zu.     
Mehr als ein "Danke" brachte ich nicht heraus, als ich hastig meine Einkäufe zusammen suchte.
"Keine Ursache !" lachte der Typ,"Meinen neuen Nachbarn helfe ich doch gerne !"
Hallo... kann mir mal jemand auf die Sprünge helfen? Diese Mischung aus Dampfwalze und Kulleraugen soll mein neuer Nachbar sein? ...ich kann´s nicht glauben.
"Woher wollen Sie denn wissen, wer ich bin und wo ich wohne?", fragte ich ihn nun verschmitzt und hielt die Taschen und mich an der Stange am Ausgang fest, als die Bahn wieder anfuhr. Eigentlich interessierte es mich nicht wirklich, es war sicherlich nur ein Scherz von diesem stinkenden Kerl mit den wunderschönen rehbraunen Augen, ich seufzte.
Warum nur,konnte ich Keinen finden,mit Augen braun wie diesen ,dem Aussehen von Brad Pitt,dem Geruch Wind und Meer und einer Stimme, die mich ihn täglich anrufen lässt, um sie zu hören..
Noch zwei Stationen und dann würde ich aussteigen, würde mir ein herrliches Abendessen kochen und dann mit meinem Buch, einem Rotwein bei Kerzenschein in meiner Badewanne verschwinden - es war Freitag.
Da war sie wieder diese Stimme, "Wat is nu Schätzeken? Gehen wir nun einen Kaffee trinken?", mir wurde ganz unangenehm, denn bei so einer Anmache rollen sich mir die Fußnägel auf.
Diese Augen passten nicht zu diesem Rest von Mann. Gelangweilt schaute ich aus dem Abteilfenster, und sah die schemenhaften Umrisse der Stadt vor mir liegen.
"Ich wusste es doch das Du dich nicht traust !" provozierend schauten mich die zwei rehbraunen Augen an.
Die Bahn bimmelte, hielt an meiner Haltestelle und ich wühlte schnell noch in meiner Einkaufstasche, an der Tür drehte ich mich noch mal um, drückte ihm das Deo in die Hand "Das brauchst Du eher als ich!" und zwinkerte ihm gehend noch mal zu. Sichtlich verdutzt schaute er mich an, aber bevor er noch etwas sagen konnte, schloss sich die Tür und die Bahn fuhr wieder an, ich war draußen. Es war hier draußen, trotz der Hitze, die am nachmittag noch herrschte, angenehm. Nicht so wie in der Stadt mit ihren stickigen Straßen und überfüllten Geschäften und Straßenbahnen, ich musste lächeln. Trotz seines unverschämten Benehmens und seinem Körpergeruch hatte der Typ etwas gehabt. Wenn er daran arbeitet, dann klappt´s vielleicht auch mit der Nachbarin, lachte ich in mich hinein. Der Feierabend ruft und ich will nur noch in meine grünen Oase.

Eilig räumte ich die Sachen in die Schränke ein,jetzt nur noch das Badewasser einlaufen lassen und auf Tauchstation gehen,wie sehr freute ich mich schon darauf !
Zum Essen war es eh zu warm heute, werde mir nachher wohl einen Salat zaubern, zum Glück habe ich immer für solche Notfälle etwas im Vorratsschrank.
Singend wirbelte ich gerade durch die Küche als es plötzlich zaghaft an der Türe klopfte.
Grummelnd stellte ich meinen Rotwein wieder auf den Kühlschrank und im Bad das Wasser ab, boahey, wer wagt es mich am Freitag Abend zu stören?
Den Bademantel zurecht zupfend schaute ich durch den Türspion und mir fiel die Kinnlade herunter.
Da stand doch tatsächlich meine heutige Begegnung der dritten Art vor der Türe, mit einem Strauß Blumen in der Hand.
Das ist aber doch jetzt ein Alptraum, dachte ich so bei mir, wollte einfach so tun als ob die Klingel nicht bis zu meinen Ohren vorgedrungen sei, als
ich es mir plötzlich und völlig ohne Grund anders überlegte.
Ich öffnete die Tür ein Stück weit und hatte mit einem mal nicht nur einen wunderschönen Sommerstrauß im Gesicht, sondern auch den Duft eines markant männlichen Herrenparfüms in der Nase.
In meinem Bademantel und mit den aufgeknoteten Haaren,bin ich wohl kein so toller Anblick,kam mir so in den Sinn als diese Augen mich lächelnd musterten.
"Ich muss mich für mein Auftreten eben entschuldigen, heute ist wohl nicht mein Tag, selbst im Sportcenter hatte ich Pech, dass gerade nach meinen Training ein Rohrbruch die Duschen lahmlegte."
 Ich fühlte förmlich,wie sich die Röte über mein Gesicht schob,mein Gott,was mach jetzt nur?
"Dann haben Sie aber ein gesundes Selbstbewusstsein, dass sie dann auch noch müffelnd in der Bahn fremde Frauen mit Süße und Schätzeken anmachen", fiel prompt aus meinem Mund und ich grinste ihn keck an.
Die Schamesröte schoss geradezu in sein Gesicht ,irgendwie schien er im Augenblick keine vernünftige Antwort parat zu haben.
Dann kam ein kleiner Rettungsanker in seine Sprachlosigkeit und er schob ihr den Strauß Sommerblumen hin, "Genau, und für all das wollte ich mich entschuldigen, ich bin sonst gar nicht so".
Ich musste unwillkürlich lachen, wie er so da stand wie ein kleiner Junge, der sich für seine Streiche entschuldigen will.
Er trug eine Jeans und ein schwarzes T-Shirt, hatte er nicht in der Bahn noch Baumwollhosen und ein weißes Poloshirt getragen?
Die Situation wurde mir jetzt langsam unangehnehm,was sollte ich jetzt nur machen ? Ihn jetzt reinbitten oder ihn einfach abweisen ?
Love & Light ,Moonwater.

 Qui amant, ipsi sibi somnia fingunt.....
(Die, die lieben, erdichten sich selbst die Träume.Vergil, Eclogae)

Offline Wolfsskin

  • Warmes Licht des Forums
  • Administrator
  • aufgestiegener Meister
  • *****
  • Beiträge: 9436
  • Kritik ist ausdrücklich erwünscht!
    • Stairway-to-heaven.de
Re: Ein-Satz-Kettengeschichte
« Antwort #43 am: 11. September 2008 - 04:53:00 »

Die Straßenbahn war wieder überfüllt, zudem warm und stickig, als sich der Kerl vor mir an der Schlaufe festhielt und mir seine stinkende Achselhöhle präsentierte.
Am Liebsten wäre ich grad wieder ausgestiegen,wenn nicht diese netten Augen,die zu diesem netten Typen gehörten,den ich schon seit
Anfang der Woche in dieser Linie sah,mich angesehen hätten...
Auch wenn er noch so nett ist und ich ihn durch die rosarote Brille betrachte ...Igitt...um das erleben zu dürfen, muss ich nicht auch noch Eintritt bezahlen...der Typ hat wohl noch nichts von Deo gehört.
Als mir nun auch noch ein Schwall Mundgeruch ekeligster Sorte entgegen flog, war es um meine gute Kinderstube geschehen und auf seine Frage "Na Süße, hast Du Lust heute nachmittag mit mir einen Kaffee trinken zu gehen?" formten sich sogleich die verschiedensten Worte zu einer Antwort.
Doch bevor ich dazu kam,die Worte in die Freiheit zu entlassen,gab es plötzlich einen Ruck und die Straßenbahn kam zum Stehen.
Unvorbereitet über den plötzlichen Halt,stolperte ich über meine eigenen Einkaufstüten und strauchelte regelrecht durch die Straßenbahn und landete zu meinen großen Unglück auch noch direkt in seinen Armen.
Trotz der großen Hitze in der Bahn überzog mich eine kräftige Gänsehaut, die ganz bestimmt nicht von der freudigen Erwartung herrührte.
Da wischt mir dieser Typ mit den wuscheligen Haaren und stinkend wie eine Mülltonne doch tatsächlich mein klebendes Haar von der Stirn und lächelt mir aufmunternd zu.     
Mehr als ein "Danke" brachte ich nicht heraus, als ich hastig meine Einkäufe zusammen suchte.
"Keine Ursache !" lachte der Typ,"Meinen neuen Nachbarn helfe ich doch gerne !"
Hallo... kann mir mal jemand auf die Sprünge helfen? Diese Mischung aus Dampfwalze und Kulleraugen soll mein neuer Nachbar sein? ...ich kann´s nicht glauben.
"Woher wollen Sie denn wissen, wer ich bin und wo ich wohne?", fragte ich ihn nun verschmitzt und hielt die Taschen und mich an der Stange am Ausgang fest, als die Bahn wieder anfuhr. Eigentlich interessierte es mich nicht wirklich, es war sicherlich nur ein Scherz von diesem stinkenden Kerl mit den wunderschönen rehbraunen Augen, ich seufzte.
Warum nur,konnte ich Keinen finden,mit Augen braun wie diesen ,dem Aussehen von Brad Pitt,dem Geruch Wind und Meer und einer Stimme, die mich ihn täglich anrufen lässt, um sie zu hören..
Noch zwei Stationen und dann würde ich aussteigen, würde mir ein herrliches Abendessen kochen und dann mit meinem Buch, einem Rotwein bei Kerzenschein in meiner Badewanne verschwinden - es war Freitag.
Da war sie wieder diese Stimme, "Wat is nu Schätzeken? Gehen wir nun einen Kaffee trinken?", mir wurde ganz unangenehm, denn bei so einer Anmache rollen sich mir die Fußnägel auf.
Diese Augen passten nicht zu diesem Rest von Mann. Gelangweilt schaute ich aus dem Abteilfenster, und sah die schemenhaften Umrisse der Stadt vor mir liegen.
"Ich wusste es doch das Du dich nicht traust !" provozierend schauten mich die zwei rehbraunen Augen an.
Die Bahn bimmelte, hielt an meiner Haltestelle und ich wühlte schnell noch in meiner Einkaufstasche, an der Tür drehte ich mich noch mal um, drückte ihm das Deo in die Hand "Das brauchst Du eher als ich!" und zwinkerte ihm gehend noch mal zu. Sichtlich verdutzt schaute er mich an, aber bevor er noch etwas sagen konnte, schloss sich die Tür und die Bahn fuhr wieder an, ich war draußen. Es war hier draußen, trotz der Hitze, die am nachmittag noch herrschte, angenehm. Nicht so wie in der Stadt mit ihren stickigen Straßen und überfüllten Geschäften und Straßenbahnen, ich musste lächeln. Trotz seines unverschämten Benehmens und seinem Körpergeruch hatte der Typ etwas gehabt. Wenn er daran arbeitet, dann klappt´s vielleicht auch mit der Nachbarin, lachte ich in mich hinein. Der Feierabend ruft und ich will nur noch in meine grünen Oase.

Eilig räumte ich die Sachen in die Schränke ein,jetzt nur noch das Badewasser einlaufen lassen und auf Tauchstation gehen,wie sehr freute ich mich schon darauf !
Zum Essen war es eh zu warm heute, werde mir nachher wohl einen Salat zaubern, zum Glück habe ich immer für solche Notfälle etwas im Vorratsschrank.
Singend wirbelte ich gerade durch die Küche als es plötzlich zaghaft an der Türe klopfte.
Grummelnd stellte ich meinen Rotwein wieder auf den Kühlschrank und im Bad das Wasser ab, boahey, wer wagt es mich am Freitag Abend zu stören?
Den Bademantel zurecht zupfend schaute ich durch den Türspion und mir fiel die Kinnlade herunter.
Da stand doch tatsächlich meine heutige Begegnung der dritten Art vor der Türe, mit einem Strauß Blumen in der Hand.
Das ist aber doch jetzt ein Alptraum, dachte ich so bei mir, wollte einfach so tun als ob die Klingel nicht bis zu meinen Ohren vorgedrungen sei, als
ich es mir plötzlich und völlig ohne Grund anders überlegte.
Ich öffnete die Tür ein Stück weit und hatte mit einem mal nicht nur einen wunderschönen Sommerstrauß im Gesicht, sondern auch den Duft eines markant männlichen Herrenparfüms in der Nase.
In meinem Bademantel und mit den aufgeknoteten Haaren,bin ich wohl kein so toller Anblick,kam mir so in den Sinn als diese Augen mich lächelnd musterten.
"Ich muss mich für mein Auftreten eben entschuldigen, heute ist wohl nicht mein Tag, selbst im Sportcenter hatte ich Pech, dass gerade nach meinen Training ein Rohrbruch die Duschen lahmlegte."
 Ich fühlte förmlich,wie sich die Röte über mein Gesicht schob,mein Gott,was mach jetzt nur?
"Dann haben Sie aber ein gesundes Selbstbewusstsein, dass sie dann auch noch müffelnd in der Bahn fremde Frauen mit Süße und Schätzeken anmachen", fiel prompt aus meinem Mund und ich grinste ihn keck an.
Die Schamesröte schoss geradezu in sein Gesicht ,irgendwie schien er im Augenblick keine vernünftige Antwort parat zu haben.
Dann kam ein kleiner Rettungsanker in seine Sprachlosigkeit und er schob ihr den Strauß Sommerblumen hin, "Genau, und für all das wollte ich mich entschuldigen, ich bin sonst gar nicht so".
Ich musste unwillkürlich lachen, wie er so da stand wie ein kleiner Junge, der sich für seine Streiche entschuldigen will.
Er trug eine Jeans und ein schwarzes T-Shirt, hatte er nicht in der Bahn noch Baumwollhosen und ein weißes Poloshirt getragen?
Die Situation wurde mir jetzt langsam unangenehm,was sollte ich jetzt nur machen ? Ihn jetzt rein bitten oder ihn einfach abweisen ?
"Entschuldigung angenommen. Doch nimm´s mir nicht übel, aber ich war schon fast in der Badewanne und da möchte ich jetzt auch wieder hin."
Ihr seid nicht in euren Körper eingeschlossen,
noch an die Felder oder Häuser gebunden.
Das, was ihr seid, wohnt über dem Berg
und treibt mit dem Wind.

Khalil Gibran (1883 - 1931)

Offline Moonwater

  • Menschlein
  • *
  • Beiträge: 34
Re: Ein-Satz-Kettengeschichte
« Antwort #44 am: 21. September 2008 - 13:11:19 »
Die Straßenbahn war wieder überfüllt, zudem warm und stickig, als sich der Kerl vor mir an der Schlaufe festhielt und mir seine stinkende Achselhöhle präsentierte.
Am Liebsten wäre ich grad wieder ausgestiegen,wenn nicht diese netten Augen,die zu diesem netten Typen gehörten,den ich schon seit
Anfang der Woche in dieser Linie sah,mich angesehen hätten...
Auch wenn er noch so nett ist und ich ihn durch die rosarote Brille betrachte ...Igitt...um das erleben zu dürfen, muss ich nicht auch noch Eintritt bezahlen...der Typ hat wohl noch nichts von Deo gehört.
Als mir nun auch noch ein Schwall Mundgeruch ekeligster Sorte entgegen flog, war es um meine gute Kinderstube geschehen und auf seine Frage "Na Süße, hast Du Lust heute nachmittag mit mir einen Kaffee trinken zu gehen?" formten sich sogleich die verschiedensten Worte zu einer Antwort.
Doch bevor ich dazu kam,die Worte in die Freiheit zu entlassen,gab es plötzlich einen Ruck und die Straßenbahn kam zum Stehen.
Unvorbereitet über den plötzlichen Halt,stolperte ich über meine eigenen Einkaufstüten und strauchelte regelrecht durch die Straßenbahn und landete zu meinen großen Unglück auch noch direkt in seinen Armen.
Trotz der großen Hitze in der Bahn überzog mich eine kräftige Gänsehaut, die ganz bestimmt nicht von der freudigen Erwartung herrührte.
Da wischt mir dieser Typ mit den wuscheligen Haaren und stinkend wie eine Mülltonne doch tatsächlich mein klebendes Haar von der Stirn und lächelt mir aufmunternd zu.     
Mehr als ein "Danke" brachte ich nicht heraus, als ich hastig meine Einkäufe zusammen suchte.
"Keine Ursache !" lachte der Typ,"Meinen neuen Nachbarn helfe ich doch gerne !"
Hallo... kann mir mal jemand auf die Sprünge helfen? Diese Mischung aus Dampfwalze und Kulleraugen soll mein neuer Nachbar sein? ...ich kann´s nicht glauben.
"Woher wollen Sie denn wissen, wer ich bin und wo ich wohne?", fragte ich ihn nun verschmitzt und hielt die Taschen und mich an der Stange am Ausgang fest, als die Bahn wieder anfuhr. Eigentlich interessierte es mich nicht wirklich, es war sicherlich nur ein Scherz von diesem stinkenden Kerl mit den wunderschönen rehbraunen Augen, ich seufzte.
Warum nur,konnte ich Keinen finden,mit Augen braun wie diesen ,dem Aussehen von Brad Pitt,dem Geruch Wind und Meer und einer Stimme, die mich ihn täglich anrufen lässt, um sie zu hören..
Noch zwei Stationen und dann würde ich aussteigen, würde mir ein herrliches Abendessen kochen und dann mit meinem Buch, einem Rotwein bei Kerzenschein in meiner Badewanne verschwinden - es war Freitag.
Da war sie wieder diese Stimme, "Wat is nu Schätzeken? Gehen wir nun einen Kaffee trinken?", mir wurde ganz unangenehm, denn bei so einer Anmache rollen sich mir die Fußnägel auf.
Diese Augen passten nicht zu diesem Rest von Mann. Gelangweilt schaute ich aus dem Abteilfenster, und sah die schemenhaften Umrisse der Stadt vor mir liegen.
"Ich wusste es doch das Du dich nicht traust !" provozierend schauten mich die zwei rehbraunen Augen an.
Die Bahn bimmelte, hielt an meiner Haltestelle und ich wühlte schnell noch in meiner Einkaufstasche, an der Tür drehte ich mich noch mal um, drückte ihm das Deo in die Hand "Das brauchst Du eher als ich!" und zwinkerte ihm gehend noch mal zu. Sichtlich verdutzt schaute er mich an, aber bevor er noch etwas sagen konnte, schloss sich die Tür und die Bahn fuhr wieder an, ich war draußen. Es war hier draußen, trotz der Hitze, die am nachmittag noch herrschte, angenehm. Nicht so wie in der Stadt mit ihren stickigen Straßen und überfüllten Geschäften und Straßenbahnen, ich musste lächeln. Trotz seines unverschämten Benehmens und seinem Körpergeruch hatte der Typ etwas gehabt. Wenn er daran arbeitet, dann klappt´s vielleicht auch mit der Nachbarin, lachte ich in mich hinein. Der Feierabend ruft und ich will nur noch in meine grünen Oase.

Eilig räumte ich die Sachen in die Schränke ein,jetzt nur noch das Badewasser einlaufen lassen und auf Tauchstation gehen,wie sehr freute ich mich schon darauf !
Zum Essen war es eh zu warm heute, werde mir nachher wohl einen Salat zaubern, zum Glück habe ich immer für solche Notfälle etwas im Vorratsschrank.
Singend wirbelte ich gerade durch die Küche als es plötzlich zaghaft an der Türe klopfte.
Grummelnd stellte ich meinen Rotwein wieder auf den Kühlschrank und im Bad das Wasser ab, boahey, wer wagt es mich am Freitag Abend zu stören?
Den Bademantel zurecht zupfend schaute ich durch den Türspion und mir fiel die Kinnlade herunter.
Da stand doch tatsächlich meine heutige Begegnung der dritten Art vor der Türe, mit einem Strauß Blumen in der Hand.
Das ist aber doch jetzt ein Alptraum, dachte ich so bei mir, wollte einfach so tun als ob die Klingel nicht bis zu meinen Ohren vorgedrungen sei, als
ich es mir plötzlich und völlig ohne Grund anders überlegte.
Ich öffnete die Tür ein Stück weit und hatte mit einem mal nicht nur einen wunderschönen Sommerstrauß im Gesicht, sondern auch den Duft eines markant männlichen Herrenparfüms in der Nase.
In meinem Bademantel und mit den aufgeknoteten Haaren,bin ich wohl kein so toller Anblick,kam mir so in den Sinn als diese Augen mich lächelnd musterten.
"Ich muss mich für mein Auftreten eben entschuldigen, heute ist wohl nicht mein Tag, selbst im Sportcenter hatte ich Pech, dass gerade nach meinen Training ein Rohrbruch die Duschen lahmlegte."
 Ich fühlte förmlich,wie sich die Röte über mein Gesicht schob,mein Gott,was mach jetzt nur?
"Dann haben Sie aber ein gesundes Selbstbewusstsein, dass sie dann auch noch müffelnd in der Bahn fremde Frauen mit Süße und Schätzeken anmachen", fiel prompt aus meinem Mund und ich grinste ihn keck an.
Die Schamesröte schoss geradezu in sein Gesicht ,irgendwie schien er im Augenblick keine vernünftige Antwort parat zu haben.
Dann kam ein kleiner Rettungsanker in seine Sprachlosigkeit und er schob ihr den Strauß Sommerblumen hin, "Genau, und für all das wollte ich mich entschuldigen, ich bin sonst gar nicht so".
Ich musste unwillkürlich lachen, wie er so da stand wie ein kleiner Junge, der sich für seine Streiche entschuldigen will.
Er trug eine Jeans und ein schwarzes T-Shirt, hatte er nicht in der Bahn noch Baumwollhosen und ein weißes Poloshirt getragen?
Die Situation wurde mir jetzt langsam unangenehm,was sollte ich jetzt nur machen ? Ihn jetzt rein bitten oder ihn einfach abweisen ?
"Entschuldigung angenommen. Doch nimm´s mir nicht übel, aber ich war schon fast in der Badewanne und da möchte ich jetzt auch wieder hin."
Fast schon wenig enttäuscht schauten seine Augen mich an,“Gut, dann will ich auch nicht länger Stören.“   
Love & Light ,Moonwater.

 Qui amant, ipsi sibi somnia fingunt.....
(Die, die lieben, erdichten sich selbst die Träume.Vergil, Eclogae)

 


SMF 2.0.15 | SMF © 2011, Simple Machines
Manuscript © Blocweb

Seite erstellt in 0.107 Sekunden mit 23 Abfragen.